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Ernährungsumstellung auf mehr Pflanzenproteine: mit dem Blitzrechner Fleisch Klimawirkungen berechnen

Ernährungsumstellung auf mehr Pflanzenproteine: mit dem Blitzrechner Fleisch Klimawirkungen berechnen

Liebe Leserin, lieber Leser,

meinen letzten Blogbeitrag zum rasanten Dahinschwinden der Biodiversität möchte ich noch ergänzen. Und zwar um ein nützliches Rechentool und um Hintergründe zu meinem Tipp, den Fleisch- und Milchproduktkonsum zu reduzieren und durch pflanzliche Nahrungsmittel zu ersetzen.

Der Durchschnittsdeutsche isst gerne viel Fleisch. 2018 hatte jeder Deutsche im Durchschnitt rund 60 Kilogramm reines Fleisch verzehrt. (1)

Welche Klimafolgen hätte es, wenn immer mehr Deutsche ihren hohen Fleischkonsum reduzieren und durch pflanzliche Nahrung ersetzen würden?

Der Blitzrechner Fleisch (2) liefert Antworten. Damit kannst Du sekundenschnell berechnen, inwieweit das Klima entlastet wird, wenn Fleisch teilweise oder ganz durch eine vegetarische Alternative ersetzt wird. Grafiken zeigen die Wirkungen auf einen Blick.

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Biodiversität schwindet rasant – Wie Du die Artenvielfalt schützen kannst

jeder kann für den erhalt der biodiversität viel tun

Auch auf dem eigenen Balkon kann jeder für den Schutz der Arten sorgen.

Biodiversität schwindet rasant – Wie Du die Artenvielfalt schützen kannst

Liebe Leserin, lieber Leser,

zuerst die schlechte Nachricht: Nicht nur der Klimawandel bedroht die Existenz der Menschheit, sondern auch die schwindende Biodiversität mit dem immer schneller voranschreitenden Massenaussterben der Arten.

Der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen IPBES hatte im Mai 2020 in seinem Bericht zum globalen Zustand der Biodiversität (1) erschreckende Fakten veröffentlicht. Wissenschaftlich wurde bewiesen: Der katastrophale Zustand der Biodiversität mit dem Schwinden der Artenvielfalt ist ohne Zweifel durch uns Menschen verursacht.

Der Zustandsbericht ist erschütternd:

  • Eine Million der acht Millionen Arten auf der Erde sind vom Aussterben bedroht.
  • Der Artenschwund verläuft in der Gegenwart bis zu hundertmal schneller als im Durchschnitt während der letzten zehn Millionen Jahre.
  • 85 Prozent der Feuchtgebiete sind zerstört.
  • Der Bestand der Korallenriffe hat sich seit dem 19. Jahrhundert um die Hälfte reduziert.
  • Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 wurden 100 Millionen Hektar tropischer Regenwald abgeholzt – weitere 32 Millionen Hektar zwischen 2010 und 2015.
  • 23 Prozent der Landfläche des Planeten sind ökologisch heruntergewirtschaftet und können nicht mehr genutzt werden.
  • 300–400 Millionen Tonnen Müll landen jährlich in den Gewässern der Erde. Der Zustand der Gewässer hat sich seit der Industrialisierung um ca. 60 % verändert.
  • Seit Beginn der Industrialisierung hat die Menschheit 75 % der bestehenden Landflächen verändert.
  • Rückgang der globalen Biomasse der wild lebenden Säugetiere um 82 %. Nun kommen 96 % der Säugetierbiomasse von Menschen und ihren Nutztieren. (1)

Die Hauptursachen dafür sind laut Zustandsbericht:

Platz 1: Der menschliche Flächenbedarf ist rasant gewachsen. Dadurch entziehen wir den anderen Arten ihren Lebensraum. Wälder werden für die Landwirtschaft gerodet, beispielsweise für Rinderweiden in Südamerika und für Ölpalm- Plantagen in Südostasien.

Platz 2: Die Übernutzung der Natur durch den Menschen an Land und im Wasser. Die Überfischung in immer mehr Meeresregionen ist der Hauptgrund für den Artenschwund in den Ozeanen. Viele Meeresbewohner werden schneller gefangen als sie sich vermehren können.

Platz 3: Klimawandel

Platz 4: Umweltverschmutzung

Warum ist der Erhalt der Arten und Biodiversität für uns alle wichtig – sogar überlebenswichtig?

In einem Interview sagt der WWF Experte Arnulf Köhncke dazu (2):

Selbst wenn man alle moralischen Gesichtspunkte außer Acht lässt, darf uns das Artensterben schon im Eigeninteresse nicht egal sein. Denn der Mensch hängt davon ab, dass um ihn herum funktionierende Ökosysteme existieren. Sie sorgen dafür, dass er sauberes Trinkwasser und ausreichend Nahrung hat. Diese Systeme basieren auf den Tier- und Pflanzenarten, die in ihnen leben. Jede Art, die verschwindet, schwächt das System – bis es irgendwann kollabiert. Oder andersherum: Je höher die Artenvielfalt, desto widerstandsfähiger ist ein Ökosystem. Das ist nicht anders als im Flugzeug, wo man auch auf redundante Sicherungen setzt: Fällt eine aus, springt eine andere ein.“

Die Menschheit muss ihr Verhalten also sofort und umfassend ändern.

Und hier die gute Nachricht: Du kannst dem Artensterben entgegenwirken. Sofort. Vor Ort und an weit entfernten Ecken der Welt. Nachfolgend 6 Tipps und Kicks, wie Du die biologische Vielfalt in Deinem Lebensalltag fördern kannst.

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