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Gemeinsam auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsbericht mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex: ein Erfahrungsbericht

Lieferanten wurden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung qualifiziert

Foto: NIRO-Projekt „NaLiMa“ Abschlussveranstaltung, NIRO e. V. / Fotograf Norbert Reh

Gemeinsam auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsbericht mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex: ein Erfahrungsbericht

Lieber Leserin, lieber Leser,

immer mehr Unternehmen fragen nach Unterstützung, weil sie über ihre ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsleistungen berichten müssen. Neue rechtliche Rahmenbedingungen (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, EU-Taxonomie) oder das Lieferkettenmanagement von großen Auftraggebern stellen immer höhere Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Was kann ein Unternehmen also tun? Eine Lösung kann Kooperation sein. Unternehmen können sich zusammenzutun und gemeinsam den Weg zum ersten Nachhaltigkeitsbericht gehen.

Das funktionierte prima, wie ich als begleitende DNK-Schulungspartnerin bei dem Projekt „Nachhaltiges Lieferantenmanagement nach DNK-Standard – ein Einkaufspool auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsbericht“ erfahren durfte.

Hier folgt mein Erfahrungsbericht:

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Wesentlichkeitsanalyse – mit drei Perspektiven die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifizieren

Wesentlichkeitsanalyse

14.01.2022

Wesentlichkeitsanalyse – mit drei Perspektiven die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifizieren

Liebe Leserin, lieber Leser,

meine Mandanten sind oft überrascht, wenn sie die vielen Nachhaltigkeitsthemen sehen, die für Unternehmen/Organisationen im Kontext von Nachhaltigkeitsberichterstattung von Relevanz sein können. Die Fülle der unterschiedlichsten Nachhaltigkeitsaspekte kann auf den ersten Blick erschlagen. Viele fühlen sich überfordert, wenn sie beispielsweise von Auftraggebern aufgefordert werden, erstmals über ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu berichten.

Die Frage, die ich immer wieder höre, lautet: Wie fängt man an?

Ganz einfach – mit einer Wesentlichkeitsanalyse, auch Materialitätsanalyse genannt. Dies ist ein Analysetool aus dem Bereich der Strategieentwicklung. Damit werden die für ein Unternehmen/eine Organisation und seine Stakeholder (Interessengruppen/Anspruchsgruppen) wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen ermittelt.

Das erleichtert das Leben enorm, wenn aus potenziell 100 möglichen Nachhaltigkeitsthemen beispielsweise nur 20 mit hoher Relevanz herausgefiltert werden. Auf die gilt es sich dann zu fokussieren, sowohl bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung als auch bei der Nachhaltigkeitsstrategie.

Doch wie läuft eine Wesentlichkeitsanalyse ab? Wie wird das Wesentliche aus der Fülle der potenziell relevanten Nachhaltigkeitsthemen herausgefiltert?

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Lieferketten nachhaltig gestalten – mit dem kostenlosen Sorgfalts-Kompass

Lieferketten nachhaltig gestalten

29.10.2021 Mit dem Sorgfalts-Kompass eine nachhaltige Liefer-/Wertschöpfungskette gestalten (Quelle: www.kompass.wirtschaft-entwicklung.de)

Lieferketten nachhaltig gestalten – mit dem kostenlosen Sorgfalts-Kompass

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie kann ein Unternehmen seine Lieferkette nachhaltig gestalten? Diese Frage stellen sich immer mehr Betriebe, da die gesetzlichen Anforderungen durch das Lieferkettengesetz steigen. Auch wollen zunehmend Auftraggeber von ihren Zulieferern wissen, wie diese ihre menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette erfüllen.

Eine aus meiner Sicht sehr gute und praktikable Lösung für KMU (und große Unternehmen) bietet das kostenlose Online-Tool Sorgfalts-Kompass, das vom Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Bundesregierung bereitgestellt wird.

Der Kompass navigiert schrittweise durch den Sorgfaltsprozess, in fünf Phasen:

1. Strategie entwickeln: Mit Leitfragen einen Überblick verschaffen, Wertschöpfungskette strukturieren, eine Grundsatzerklärung entwerfen

2. Risiken analysieren: Menschenrechts- und Umweltrisiken in der Wertschöpfungskette identifizieren, bewerten und priorisieren

3. Maßnahmen ergreifen: Ist-Zustand der Prozesse/Maßnahmen aufnehmen, Verbindung zu Risiken ermitteln, Aktionsplan entwickeln, Lieferanten überprüfen und entwickeln

4. Messen und berichten: Umsetzung der Maßnahmen systematisch prüfen, Fortschritte intern/extern kommunizieren

5. Beschwerden managen: Zielgruppen festlegen, Beschwerdemechanismen abgleichen und kontinuierlich weiterentwickeln

Besonders gefallen hat mir auch der weite Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette. Mit Hilfe des Sorgfalts-Kompass betrachtet man nicht nur die vorgelagerte Lieferkette, sondern auch das eigene Unternehmen und die nachgelagerten Wertschöpfungsstufen.

Tipps + Kicks

Ich empfehle, auch die hervorragenden Praxishilfen aus dem Downloadbereich für den Aufbau einer nachhaltigen Liefer- bzw. Wertschöpfungskette zu nutzen. Diese sind für den Aufbau eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements bestens geeignet. Besonders hilfreich sind aus meiner Sicht folgende Praxishilfen:

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EU-Taxonomie betrifft auch Unternehmen der Realwirtschaft

EU Taxonomie

26.8.2021 Mit der Taxonomie soll die ökologische Nachhaltigkeit von Wirtschaftsaktivitäten mit einheitlichen Maßstäben transparent und verlässlich bewertet werden.

EU-Taxonomie betrifft auch Unternehmen der Realwirtschaft

Liebe Leserin, lieber Leser,

Politik und Gesetzgeber in der EU kommen gerade richtig in Fahrt: Immer mehr Verordnungen und Gesetze zu Nachhaltigkeitsthemen wurden verabschiedet oder sind in Arbeit, wie die EU-Taxonomie Verordnung.

Mein erster Eindruck war, dass diese neue Verordnung nur die Finanzwirtschaft betreffen würde. Doch auch Unternehmen aus der Realwirtschaft werden davon erfasst. Und durch die von der EU geplante Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden sich zusätzlich sehr viele mittelständische Betriebe/KMU mit der Taxonomie auseinandersetzen müssen. (voraussichtlich ab dem Berichtsjahr 2025),

Die in 2020 in Kraft getretene Taxonomie Verordnung der EU (1) ist ein Klassifizierungssystem, mit dem Wirtschaftsaktivitäten hinsichtlich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit einheitlich bewertet werden. Hintergrund: Die EU verfolgt im Rahmen des Green Deal das Ziel, ein nachhaltiges Finanzwesen zu schaffen und mittels Taxonomie Fi­nanz­ströme in umweltschonende Ak­ti­vitäten zu len­ken, um 2050 klimaneutral zu werden.

An der EU-Taxonomie wird noch weiter kräftig gearbeitet.  Weitere Inhalte folgen. Das Thema ist komplex und viele Fragen sind offen. Mein Blogbeitrag kann daher nur einen ersten Einblick geben, welche Unternehmen von der EU-Taxonomie voraussichtlich betroffen sein werden und was auf sie zukommen wird.

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EU will die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich verschärfen

EU Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

29.06.2021/Aktualisierung 23.9.22

EU will die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich verschärfen

Liebe Leserin, lieber Leser,

das war eine Knaller-Nachricht mit großer Tragweite, die vielen Unternehmen wahrscheinlich noch nicht bekannt sein dürfte: Die EU plant gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), dass viel mehr Unternehmen als bisher Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen müssen, beginnend ab 2026 für das Geschäftsjahr 2025 (ursprünglich sollte bereits in 2024 für das Jahr 2023 berichtet werden).

Dies sind Unternehmen, die am Bilanzstichtag mindestens zwei der drei Merkmale erfüllen

  • mehr als 250 Mitarbeitende (im Jahresdurchschnitt)
  • 40 Mio. Euro Nettoumsatz
  • 20 Mio. Euro Bilanzsumme

sowie alle an der Börse gelisteten Unternehmen (außer Kleinstbetriebe). Der EU-Vorschlag muss allerdings noch diverse Instanzen durchlaufen.

Bislang unterliegen in Deutschland nach dem CSR-RUG (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) nur wenige große und kapitalmarktnahe Unternehmen der Nachhaltigkeitsberichtspflicht. Das soll sich laut EU-Vorschlag gravierend ändern. Auch die Berichtsinhalte sollen erweitert werden.

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