Archiv der Kategorie: Natur

Ecosia statt Google – mit grünem Klicken Bäume pflanzen

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Mit Deinen Klicks kannst Du über Ecosia Bäume pflanzen lassen!

Ecosia statt Google – mit grünem Klicken Bäume pflanzen

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie selbstverständlich nutze ich seit Jahren Google für die Suche im Internet. Als kürzlich die brennenden Urwälder im Amazonasgebiet die Schlagzeilen in den Medien beherrschten, stieß ich auf einen Artikel über eine ökologische Suchmaschine eines Berliner Unternehmens mit dem schönen Namen Ecosia – und war verblüfft: Wer diese Suchmaschine nutzt, pflanzt Bäume in bedrohten Regionen – ohne aktiv selber Geld zu spenden! Mit der Internetsuche wird der Luft CO2 entzogen.

Laut Ecosia wurden seit 2009 bis Ende Oktober 2019 mit den Einnahmen aus Werbeanzeigen über 72 Millionen Bäume gepflanzt! Das Ziel des gemeinwohlorientiert wirtschaftenden Unternehmens ist groß: Eine Milliarde Bäume sollen es werden!

Ich war anfänglich skeptisch und habe erst einmal geprüft, ob es irgendwelche Haken oder Nachteile gibt.

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Nur Mut – der Wandel ist voll im Gange

Radikale Wesensverwandlung ist möglich – wie die Raupe zum Schmetterling wird

Nur Mut – der Wandel ist voll im Gange

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal denke ich: Die Menschheit fährt voll vor die Wand und zerstört die ökologischen und sozialen Systeme der Welt. Doch durch meine Arbeit als Nachhaltigkeitsberaterin erlebe ich, dass wir die Kurve kriegen können. Besonders viel Mut macht mir, dass die Jugend der Welt sich in der Fridays for Future Bewegung erhebt und den Politikern Druck macht, die Klimaziele einzuhalten.

Der Startimpuls dafür liegt noch nicht lange zurück: Am 20. August 2018 verweigerte die damals 15 jährige Greta Thunberg den Schulunterrichtsbesuch und protestierte wochenlang vor dem schwedischen Reichstag für den Klimaschutz.

Ich staune, wie rasant diese Bewegung seit dem 20.8.18 wächst – in Deutschland, Europa und weltweit. Immer mehr Menschen werden aktiv, nicht nur die Jugend. Auch andere Gesellschaftsgruppen wie Parents for Future, Scientists for Future oder Entrepreneurs For Future schließen sich an.

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Cradle to Cradle: Sind Ameisen intelligenter als Menschen?

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Prof. Dr. Michael Braungart war Keynote Speaker der Abschlussveranstaltung des CSR-Kompetenzzentrums Rhein-Kreis Neuss am 05.12.2018 im Schloss Dyck.

Cradle to Cradle: Sind Ameisen intelligenter als Menschen?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ende 2018 brachte mich ein fesselnder Vortrag von Professor Michael Braungart mit dem provokanten Titel „Intelligente Verschwendung rettet die Welt – über die Zukunft von Nachhaltigkeit“ ins Grübeln.

Michael Braungart und William Mc Donough haben in den 1990er Jahren das Designkonzept Cradle to Cradle („von der Wiege bis zur Wiege“) entwickelt, das die Natur zum Vorbild hat, mit ihren Kreisläufen und ihrer verschwenderischen Fülle. Dem gegenüber steht das in der Welt gelebte „cradle to grave“ Prinzip – von der Wiege zum Grab. Die in unseren Produkten verarbeiteten Ressourcen werden nach Gebrauch zu riesigen Mengen Müll, oft unwiederbringlich.

Laut Braungart gehen viele gut gemeinte Nachhaltigkeitskonzepte in die falsche Richtung. Es gehe nicht darum, immer effizienter zu werden. Es gehe auch nicht darum, als Mensch oder Wirtschaftsunternehmen immer weniger schädlich zu sein.

Dem Cradle to Cradle Konzept liegt ein radikal anderes Menschenbild zugrunde. Anstatt als Schädling muss sich jeder Mensch als Nützling auf der Erde begreifen.

Beispielsweise sei laut Braungart das Ziel „Null-Emissionen“ falsch. Ein Baum habe ja auch Emissionen, wie den Sauerstoff, der aber absolut nützlich ist.

Das Problem sei auch nicht die Anzahl der Menschen und das weitere Bevölkerungswachstum. „Wir sind nicht zu viele, aber wir sind zu dumm!“ sagte Braungart in seinem Vortrag.

Er veranschaulichte dies mit dem Beispiel einer anderen Spezies, die überall auf der Erde massenhaft vertreten ist: Ameisen. Deren Biomasse von geschätzt weltweit 10 Billionen Exemplaren ist größer als die der gesamten Menschheit! Und dennoch stellt ihre Existenz kein Problem für die Umwelt dar.

Im folgenden erfährst Du,

  • welches Geheimnis die Ameisen haben
  • wie das Cradle to Cradle Prinzip funktioniert
  • welche Produkte bereits nach dem Cradle to Cradle Prinzip entwickelt worden sind
  • wo Du solche Produkte kaufen kannst
  • wie inspirierend die Cradle to Cradle Denkschule ist.

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Umwelttrend Flugscham: Kann Klimakompensation eine Lösung sein?

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Die Flugscham – ein weiterer Umwelttrend aus Schweden

Umwelttrend Flugscham: Kann Klimakompensation eine Lösung sein?

Liebe Leserin, lieber Leser,

planst Du mit dem Flugzeug in den Urlaub zu starten? Oder musst Du einen geschäftlichen Termin mit dem Flieger erreichen?

So manchen plagt mittlerweile das schlechte Gewissen, denn jeder Flug verursacht pro Kopf hohe CO₂ Emissionen. In Schweden spricht man seit 2018 von der „flygskam“, zu deutsch Flugscham, die weltweit immer mehr um sich greift.

Du erfährst hier spannende Fakten rund um’s Fliegen, unter anderem

  • wie hoch Dein persönliches jährliches Klimabudget ist,
  • wie Du ganz leicht Deine CO₂ Emissionen für einen Flug berechnen kannst,
  • ob Klimakompensationszahlungen eine Lösung für ein gutes Gewissen sind.

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Fridays For Future | 15. März 2019 weltweiter Klimastreik | Warum die Jugend der Welt um ihre Zukunft kämpft

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Fridays For Future: Die Jugend kämpft um ihre Zukunft

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Jahren lernte ich durch einen Vortrag eines Klima-Wissenschaftlers, dass es Kippelemente im Erdsystem gibt, die von höchster Relevanz für das Erdklima sind. Dies sind:

  • die Eiskörper (Arktisches Meereis, Grönland-Eispanzer, Dauerfrostböden u.a.m.)
  • die Strömungssysteme der Luft und des Meeres
  • die Ökosysteme (Amazonas-Regenwald, Nordische Nadelwälder, Korallenriffe, Marine Kohlenstoffpumpe)

Ein Beispiel für ein Eiskörper-Kippelement: Die arktischen Dauerfrostböden in Sibirien und Nordamerika könnten durch die Erderwärmung beim Auftauen riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid und Methan freisetzen – und so den Klimawandel noch mehr verstärken.

Ich empfehle, dazu einen Blick auf die Grafik der Infothek des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zu werfen. Dort sind die Kippelemente der Erde anschaulich dargestellt. Zudem sind spannende Details zu jedem Kippelement erläutert. (1)

Gänsehaut bekam ich, als der Wissenschaftler damals in seinem Vortrag beschrieb, dass der Menschheit nur noch eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, wenn bestimmte rote Linien überschritten werden. Ab einem Zeitpunkt X könne der Mensch keinen korrigierenden Einfluss mehr auf die Erderwärmung nehmen. Die Veränderungsprozesse der Kippelemente würden sich verselbständigen und unumkehrbar sein.

„Ich möchte, dass ihr in Panik geratet. Ihr sollt die Angst spüren, die ich jeden Tag spüre. Und ich möchte, dass ihr handelt. Dass ihr so handelt wie in einer Krise. Ich möchte, dass ihr so handelt, als wenn unser Haus brennen würde. Denn es brennt bereits.“(2)

Dies sagte die 16 jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg (3) den Politikern und Wirtschaftsvertretern, bei der UN-Klimakonferenz in Katowice/Polen und beim Weltwirtschaftsforum in Davos – und löste in kürzester Zeit die weltweite Bewegung Fridays For Future (4) aus. Schüler und Studenten streiken an Freitagen für die Einhaltung der Klimaziele.

Ich kann die Angst der Schülerin Greta Thunberg und aller jungen Menschen der Fridays for Future Bewegung verstehen. Sie resultiert auch aus den alarmierenden Erkenntnissen der aktuellen weltweiten Klimaforschung, die Ende 2018 im aktuellen Sonderbericht des IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change (5) – auch Weltklimarat genannt – veröffentlicht wurden.

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