Archiv der Kategorie: Natur

Cradle to Cradle: Sind Ameisen intelligenter als Menschen?

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Prof. Dr. Michael Braungart war Keynote Speaker der Abschlussveranstaltung des CSR-Kompetenzzentrums Rhein-Kreis Neuss am 05.12.2018 im Schloss Dyck.

Cradle to Cradle: Sind Ameisen intelligenter als Menschen?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ende 2018 brachte mich ein fesselnder Vortrag von Professor Michael Braungart mit dem provokanten Titel „Intelligente Verschwendung rettet die Welt – über die Zukunft von Nachhaltigkeit“ ins Grübeln.

Michael Braungart und William Mc Donough haben in den 1990er Jahren das Designkonzept Cradle to Cradle („von der Wiege bis zur Wiege“) entwickelt, das die Natur zum Vorbild hat, mit ihren Kreisläufen und ihrer verschwenderischen Fülle. Dem gegenüber steht das in der Welt gelebte „cradle to grave“ Prinzip – von der Wiege zum Grab. Die in unseren Produkten verarbeiteten Ressourcen werden nach Gebrauch zu riesigen Mengen Müll, oft unwiederbringlich.

Laut Braungart gehen viele gut gemeinte Nachhaltigkeitskonzepte in die falsche Richtung. Es gehe nicht darum, immer effizienter zu werden. Es gehe auch nicht darum, als Mensch oder Wirtschaftsunternehmen immer weniger schädlich zu sein.

Dem Cradle to Cradle Konzept liegt ein radikal anderes Menschenbild zugrunde. Anstatt als Schädling muss sich jeder Mensch als Nützling auf der Erde begreifen.

Beispielsweise sei laut Braungart das Ziel „Null-Emissionen“ falsch. Ein Baum habe ja auch Emissionen, wie den Sauerstoff, der aber absolut nützlich ist.

Das Problem sei auch nicht die Anzahl der Menschen und das weitere Bevölkerungswachstum. „Wir sind nicht zu viele, aber wir sind zu dumm!“ sagte Braungart in seinem Vortrag.

Er veranschaulichte dies mit dem Beispiel einer anderen Spezies, die überall auf der Erde massenhaft vertreten ist: Ameisen. Deren Biomasse von geschätzt weltweit 10 Billionen Exemplaren ist größer als die der gesamten Menschheit! Und dennoch stellt ihre Existenz kein Problem für die Umwelt dar.

Im folgenden erfährst Du,

  • welches Geheimnis die Ameisen haben
  • wie das Cradle to Cradle Prinzip funktioniert
  • welche Produkte bereits nach dem Cradle to Cradle Prinzip entwickelt worden sind
  • wo Du solche Produkte kaufen kannst
  • wie inspirierend die Cradle to Cradle Denkschule ist.

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Umwelttrend Flugscham: Kann Klimakompensation eine Lösung sein?

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Die Flugscham – ein weiterer Umwelttrend aus Schweden

Umwelttrend Flugscham: Kann Klimakompensation eine Lösung sein?

Liebe Leserin, lieber Leser,

planst Du mit dem Flugzeug in den Urlaub zu starten? Oder musst Du einen geschäftlichen Termin mit dem Flieger erreichen?

So manchen plagt mittlerweile das schlechte Gewissen, denn jeder Flug verursacht pro Kopf hohe CO₂ Emissionen. In Schweden spricht man seit 2018 von der „flygskam“, zu deutsch Flugscham, die weltweit immer mehr um sich greift.

Du erfährst hier spannende Fakten rund um’s Fliegen, unter anderem

  • wie hoch Dein persönliches jährliches Klimabudget ist,
  • wie Du ganz leicht Deine CO₂ Emissionen für einen Flug berechnen kannst,
  • ob Klimakompensationszahlungen eine Lösung für ein gutes Gewissen sind.

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Fridays For Future | 15. März 2019 weltweiter Klimastreik | Warum die Jugend der Welt um ihre Zukunft kämpft

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Fridays For Future: Die Jugend kämpft um ihre Zukunft

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Jahren lernte ich durch einen Vortrag eines Klima-Wissenschaftlers, dass es Kippelemente im Erdsystem gibt, die von höchster Relevanz für das Erdklima sind. Dies sind:

  • die Eiskörper (Arktisches Meereis, Grönland-Eispanzer, Dauerfrostböden u.a.m.)
  • die Strömungssysteme der Luft und des Meeres
  • die Ökosysteme (Amazonas-Regenwald, Nordische Nadelwälder, Korallenriffe, Marine Kohlenstoffpumpe)

Ein Beispiel für ein Eiskörper-Kippelement: Die arktischen Dauerfrostböden in Sibirien und Nordamerika könnten durch die Erderwärmung beim Auftauen riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid und Methan freisetzen – und so den Klimawandel noch mehr verstärken.

Ich empfehle, dazu einen Blick auf die Grafik der Infothek des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zu werfen. Dort sind die Kippelemente der Erde anschaulich dargestellt. Zudem sind spannende Details zu jedem Kippelement erläutert. (1)

Gänsehaut bekam ich, als der Wissenschaftler damals in seinem Vortrag beschrieb, dass der Menschheit nur noch eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, wenn bestimmte rote Linien überschritten werden. Ab einem Zeitpunkt X könne der Mensch keinen korrigierenden Einfluss mehr auf die Erderwärmung nehmen. Die Veränderungsprozesse der Kippelemente würden sich verselbständigen und unumkehrbar sein.

„Ich möchte, dass ihr in Panik geratet. Ihr sollt die Angst spüren, die ich jeden Tag spüre. Und ich möchte, dass ihr handelt. Dass ihr so handelt wie in einer Krise. Ich möchte, dass ihr so handelt, als wenn unser Haus brennen würde. Denn es brennt bereits.“(2)

Dies sagte die 16 jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg (3) den Politikern und Wirtschaftsvertretern, bei der UN-Klimakonferenz in Katowice/Polen und beim Weltwirtschaftsforum in Davos – und löste in kürzester Zeit die weltweite Bewegung Fridays For Future (4) aus. Schüler und Studenten streiken an Freitagen für die Einhaltung der Klimaziele.

Ich kann die Angst der Schülerin Greta Thunberg und aller jungen Menschen der Fridays for Future Bewegung verstehen. Sie resultiert auch aus den alarmierenden Erkenntnissen der aktuellen weltweiten Klimaforschung, die Ende 2018 im aktuellen Sonderbericht des IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change (5) – auch Weltklimarat genannt – veröffentlicht wurden.

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Wahnsinn Verpackungsmüll: Weg mit den Einwegverpackungen!

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Einwegverpackungen: nur einmal genutzt … dann zu Müll geworden

Wahnsinn Verpackungsmüll: Weg mit den Einwegverpackungen!

Liebe Leserin, lieber Leser,

angesichts meines regelmäßig immer wieder vollen Mülleimers fragte ich mich, wie ich bei meinen Alltagseinkäufen Verpackungsmüll einsparen kann.

Die meisten Lebensmittel und Non-Food-Waren werden in Einwegverpackungen aus Papier, Plastik oder einer Papier-Plastik-Kombination eingepackt.

Einwegverpackungen sind eine wahnsinnige Verschwendung von Ressourcen der Natur. Diese werden mit hohem Energieaufwand zu Verpackungen, um dann nach einmaligem Gebrauch zu Müll zu werden.

Besser sind Verpackungen, die langlebig sind und dauerhaft eingesetzt werden können. Zwei spannende Trends stelle ich Dir vor, die das Herz des verantwortungsbewussten Konsumenten höher schlagen lassen.

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Wie Du beim Mineralwasserkauf Deine Umweltbilanz verbessern kannst

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Beim Mineralwasserkauf mit der richtigen Verpackung die persönliche Umweltbilanz verbessern

Liebe Leserin, lieber Leser,

da wir in Deutschland gerne und viel Mineralwasser trinken, habe ich mich gefragt: Was macht die Verpackung für einen Unterschied? Einweg- oder Mehrwegsystem? Glas oder Plastik? Was ist besser für die Umwelt?

Hier erfährst Du,

  • welches Verpackungssystem in Deutschland die Nase vorne hat
  • wie der Handel durch die Unwissenheit der Konsumenten satte Extra-Gewinne mit Pfandschlupf macht
  • wie sich die Umweltbilanzen von Einwegflaschen und Mehrwegflaschen aus Plastik und Glas unterscheiden
  • mit welcher Verpackungslösung Du Deine Umweltbilanz verbesserst und wie das Online Tool „Brunnenfinder“ Dir dabei hilft
  • wieviele Luftballons voller CO2 Du laut Berechnung des „Klima-Orakels“ jährlich durch die Wahl der Flaschenverpackung vermeiden kannst

Die Deutschen tranken im Jahr 2017 im Schnitt 144 Liter Mineralwasser pro Person (1). Mein Konsum liegt deutlich höher, da ich mindestens einen Liter Mineralwasser am Tag trinke. Früher habe ich Wasser aus Einweg-Plastikflaschen gekauft, weil diese so schön leicht zu transportieren waren. Seitdem ich ein Ökokisten-Abo habe, lasse ich mir mein Mineralwasser in Mehrweg-Glasflaschen im Kasten nach Hause liefern. Ich wollte wissen: Konnte ich dadurch meine Umweltbilanz verbessern? Worauf kommt es an?

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