Archiv der Kategorie: Konsumenten

EU will die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich verschärfen

EU Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

29.06.2021

EU will die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich verschärfen

Liebe Leserin, lieber Leser,

das war kürzlich eine Knaller-Nachricht mit großer Tragweite, die vielen Unternehmen wahrscheinlich noch nicht bekannt sein dürfte: Die EU plant gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), dass viel mehr Unternehmen als bisher Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen müssen, beginnend ab 2024 für das Geschäftsjahr 2023. Dies sind Unternehmen, die am Bilanzstichtag mindestens zwei der drei Merkmale erfüllen

  • mehr als 250 Mitarbeitende (im Jahresdurchschnitt)
  • 40 Mio. Euro Nettoumsatz
  • 20 Mio. Euro Bilanzsumme

sowie alle an der Börse gelisteten Unternehmen (außer Kleinstbetriebe). Der EU-Vorschlag muss allerdings noch diverse Instanzen durchlaufen.

Bislang unterliegen in Deutschland nach dem CSR-RUG (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) nur wenige große und kapitalmarktnahe Unternehmen der Nachhaltigkeitsberichtspflicht. Das soll sich laut EU-Vorschlag gravierend ändern. Auch die Berichtsinhalte sollen erweitert werden.

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Die neue CO2-Abgabe – ein guter Weg zur Rettung des Klimas?

CO2-Abgabe für Wärme und Verkehr

Die Bundesregierung hat mit Beginn 2021 eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr eingeführt.

Die neue CO2-Abgabe – ein guter Weg zur Rettung des Klimas?

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Anfang 2021 eingeführte CO2-Abgabe, auch CO2-Steuer genannt, spüre ich deutlich im Portemonnaie, bei jedem Tanken. Der Liter Benzin kostet aktuell (Ende 02/2021) schon zeitweise mehr als 1,50 Euro. Doch da kommt noch viel mehr auf uns zu, Jahr für Jahr. Wir sollen ja bis 2050 von jetzt 11 Tonnen Treibhausgasemissionen jährlich pro Person auf unter 1 Tonne kommen!

Das sollten Bürger und Unternehmen wissen:

  • Wie funktioniert die CO2-Bepreisung für Verkehr und Wärme?
  • Wie teuer wird es in Zukunft für Unternehmen und Bürger?
  • Wie unfassbar hoch sind die gesamten Umweltkosten pro Tonne CO2?

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Deine persönliche CO2-Bilanz: So findest du deine stärksten Stellschrauben für einen kleineren Klimafußabdruck

Klimafußabdruck verkleinern

Der Klimafußabdruck des deutschen Durchschnittsbürgers lag 2018 bei rund 11,2 Tonnen Treibhausgasemissionen. Zielgröße für Deutschland ist eine Pro-Kopf-Emission von einer Tonne pro Jahr in 2050!

Deine persönliche CO2-Bilanz: So findest du deine stärksten Stellschrauben für einen kleineren Klimafußabdruck

Liebe Leserin, lieber Leser,

einer meiner guten Vorsätze für 2021 ist: Ich will meinen Klimafußabdruck auch in diesem Jahr weiter verkleinern. Das Internet und die Medien sind voller guter Tipps, was jeder machen kann. Ich fühle mich manchmal überfordert von dieser Flut an Möglichkeiten, und viele andere Menschen auch.

Ich wollte herausfinden, mit welchen Verhaltensweisen ich im Lebensalltag meinen Klimafußabdruck am stärksten beeinflusse.

Dabei entdeckte ich den neuen CO2-Rechner des Umweltbundesamtes (1), den ich sehr empfehlen kann. Ich erhielt leicht und zügig eine Bestandsaufnahme meines aktuellen Fußabdrucks für die Lebensbereiche Wohnen, Mobilität, Reisen, Ernährung und Konsum, mit wichtigen Antworten auf meine Fragen:

  • Wodurch verursache ich aktuell die wesentlichen Treibhausgasemissionen?
  • Womit kann ich in Zukunft wesentliche Verbesserungen erreichen?

Übrigens: Ein kleinerer Klimafußabdruck wird ab 2021 auch für unser Portemonnaie immer wichtiger. Deutschland und andere europäische Länder führen einen CO2-Preis für fossile Heiz- und Kraftstoffe ein. Diese werden umso teurer, je mehr Kohlendioxid bei ihrer Verbrennung frei wird. (2)

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Ausbeutung in Deutschland: Nur in der Schlachtbranche?

Ausbeutung in DeutschlandAusbeutung in Deutschland: Nur in der Schlachtbranche?

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein fieses unsichtbares Virus macht fiese Zustände sichtbar: Auch in Deutschland werden Menschen systematisch ausgebeutet. Schon lange. Und in einigen Branchen ganz besonders ausgeprägt.

Die Großschlachtereien stehen gerade als Corona Hotspot besonders unter Beschuss. Rund 10 Großbetriebe dominieren, darunter Tönnies, Westfleisch und Vion als Marktführer. In der Branche ist bereits seit vielen Jahren üblich, Produktionsschritte wie das Schlachten und das Zerlegen über Werkverträge an Subunternehmen auszugliedern. Der Schlachthof ist dadurch nicht mehr für die Arbeitsbedingungen der Arbeiter zuständig, sondern der beauftragte Subunternehmer. Die Schlachtereien ersparen sich zudem Sozialabgaben. Das Motiv: Gewinne maximieren, durch Minimierung der Produktionskosten.

Aktuell wird wegen der vielen Corona Infizierten in allen Medien berichtet, wie in den Schlachthöfen die deutschen Arbeitsrechte wie der Mindestlohn umgangen werden und es wird gezeigt, wie Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien in Baracken hausen, mit vielen Menschen auf engstem Raum.

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Ernährungsumstellung auf mehr Pflanzenproteine: mit dem Blitzrechner Fleisch Klimawirkungen berechnen

Ernährungsumstellung auf mehr Pflanzenproteine: mit dem Blitzrechner Fleisch Klimawirkungen berechnen

Liebe Leserin, lieber Leser,

meinen letzten Blogbeitrag zum rasanten Dahinschwinden der Biodiversität möchte ich noch ergänzen. Und zwar um ein nützliches Rechentool und um Hintergründe zu meinem Tipp, den Fleisch- und Milchproduktkonsum zu reduzieren und durch pflanzliche Nahrungsmittel zu ersetzen.

Der Durchschnittsdeutsche isst gerne viel Fleisch. 2018 hatte jeder Deutsche im Durchschnitt rund 60 Kilogramm reines Fleisch verzehrt. (1)

Welche Klimafolgen hätte es, wenn immer mehr Deutsche ihren hohen Fleischkonsum reduzieren und durch pflanzliche Nahrung ersetzen würden?

Der Blitzrechner Fleisch (2) liefert Antworten. Damit kannst Du sekundenschnell berechnen, inwieweit das Klima entlastet wird, wenn Fleisch teilweise oder ganz durch eine vegetarische Alternative ersetzt wird. Grafiken zeigen die Wirkungen auf einen Blick.

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