Archiv der Kategorie: Lieferkette

Matthias Horx: „Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger – die Corona-Rückwärts-Prognose“

Matthias Horx: „Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger – die Corona-Rückwärts-Prognose“

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Welt legt gerade durch die Coronavirus-Pandemie eine heftige Vollbremsung hin – und schüttelt unser Privatleben, das Wirtschaftsleben, die Politik, einfach alle Lebensbereiche so richtig durch. Dabei ein offenes Herz und einen kühlen Kopf zu behalten ist eine große Herausforderung.

Was mir dabei hilft: Gute konstruktive Ideen aufzunehmen, die Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft geben –  wie die nachfolgenden Gedanken des renommierten Zukunftsforschers Matthias Horx. Als ich seinen Text „Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise ‚vorbei‘ ist“ las, wuchs in mir wieder die Zuversicht. Mir wurde klar, dass in dieser Krise gewaltige Chancen für uns als Menschheit und für unseren Planeten liegen.

Mache nun einen Zeitsprung in den Herbst 2020 – und blicke zurück. Du wirst Dich wundern!

„Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei“ ist. (Matthias Horx, 16.3.2020, www.horx.com/www.zukunftsinstitut.de)

„Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird” und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020

Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafé in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen.

Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona?
Oder sogar besser?
Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

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Ernährungsräte – so kannst Du in Deiner Region die Ernährungspolitik mitgestalten

Ernährungsräte auf dem Vormarsch

Bürger mischen in ihrer Region mit – durch 45 Ernährungsräte in ganz Deutschland. (Quelle der Karte: neu.ernaehrungsraete.org)

Ernährungsräte – so kannst Du in Deiner Region die Ernährungspolitik mitgestalten

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schön wäre es doch, wenn unsere tägliche Nahrung vorwiegend aus der Region käme, in der wir leben, und sie zugleich öko-fair produziert worden wäre. Und jeder Bürger, der will, könnte aktiv daran mitwirken? Ist das nur ein schöner Traum?

Die gute Nachricht: Dies ist bereits teilweise Realität geworden, durch eine großartige Einrichtung – dem Ernährungsrat. Diesen gibt es übrigens schon seit Jahrzehnten in der Welt. Der Erste wurde schon 1982 in den USA gegründet. (1)

Deutschland als Spätzünder bekam seine ersten Ernährungsräte erst 2016 in Berlin und Köln. Doch 2019 dann folgte eine Welle an Neugründungen, so dass mittlerweile über 45 Ernährungsräte und Gründungsinitiativen im gesamten Bundesgebiet aktiv sind. Weiterlesen

Blendwerk von echter Nachhaltigkeit bei großen Marken unterscheiden: Wie fair sind ALDI, REWE, LIDL & Co. zu Mensch und Natur?

Nachhaltigkeitsleistungen von Großunternehmen auf dem Prüfstand von NGOs

Unabhängige Organisationen bewerten die Nachhaltigkeitsleistungen der großen Unternehmen

Blendwerk von echter Nachhaltigkeit bei großen Marken unterscheiden: Wie fair sind ALDI, REWE, LIDL & Co. zu Mensch und Natur?

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast Du schon einmal versucht, auf die Schnelle über einen Check im Internet herauszufinden, wie fair Großunternehmen mit Mensch und Natur umgehen?

Solltest Du beispielsweise die Marken REWE, ALDI, LIDL oder EDEKA in Kombination mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ in eine Suchmaschine eingeben, liefern die ersten Treffer zumeist ein Bild, als ob die Riesen des Lebensmitteleinzelhandels besonders nachhaltig wirtschaften würden.

Die großen Marken – übrigens in allen Branchen – kommunizieren sehr professionell und geben sich ein möglichst nachhaltiges Image. Mit riesigen Werbebudgets, vielen Marketingkampagnen und umfangreichen Nachhaltigkeitsberichten wird das Bild eines grünen fairen Unternehmens gestaltet.

Aber entspricht das Bild der Realität?

Gibt es Quellen, die schnell verlässliche Informationen zu den Nachhaltigkeitsleistungen von großen Unternehmen liefern?

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Der wahre Preis ist unsichtbar

preis zeigt oft nicht die umweltkosten und sozialkosten

Liebe Leserin, lieber Leser,

hier erfährst Du,

  • ob die Preisschilder der von uns täglich gekauften Waren die wahren Preise widerspiegeln
  • welche Kosten in der Preiskalkulation der Unternehmen fehlen und wer diese zu zahlen hat

Ich zeige Dir an einigen Beispielen, welche „unsichtbaren“ Kosten auf keinem Preisetikett zu finden sind.

Wer zahlt den wahren Preis?

Sofern bei der Herstellung eines Produktes Mensch und Natur ausgebeutet werden, zeigt das Preisetikett nicht den wahren Produktpreis. Dann fehlen die Kosten für soziale und ökologische Schäden, die Mensch und Natur bei konventioneller Herstellung erlitten haben. Dies sind beispielsweise

  • Gesundheitsschäden der Beschäftigten
  • fehlende existenzsichernde Löhne
  • Luftverschmutzungen
  • Wasser- und Bodenbelastungen

Würden also alle Umwelt- und Sozialkosten beim globalen Wertschöpfungsprozess eingerechnet, läge der wahre Preis der Produkte weitaus höher als der auf dem Preisschild gezeigte.

Aber Achtung! Ein hoher Preis ist kein Indikator für eine nachhaltige Herstellung! Eine 200 Euro Jeans kann auch umwelt- und sozialschädlich produziert worden sein, denn hochpreisige Markenprodukte werden häufig in der selben Textilfabrik gefertigt wie die Billigwaren. Nachfolgend zeige ich Dir anhand einiger Beispiele, welchen hohen Preis letztlich Mensch und Natur zahlen müssen.

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