Nachhaltigkeitssiegel – wie Du den Durchblick bekommst (Teil 1)

nachhaltigkeitssiegel wichtig für den durchblick der konsumenten

Broschüre der Christlichen Initiative Romero – ein Wegweiser durch das Labyrinth der Nachhaltigkeitssiegel

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gütesiegel zur Nachhaltigkeit sollen uns Verbrauchern bei unseren Kaufentscheidungen helfen. Aber blickst Du noch durch den Siegel-Dschungel durch? Ist Dir anhand eines Siegels klar, ob und wie umfassend bei der Herstellung von Produkten ökologische und soziale Standards beachtet worden sind?

In mehreren Beiträgen zu Nachhaltigkeitssiegeln erfährst Du,

  • welche Siegelportale aus meiner Sicht empfehlenswert sind
  • wie Du Dich dort zurechtfindest
  • wo es die empfehlenswerte Broschüre “ Ein Wegweiser durch das Label-Labyrinth“ gibt.

Einen schnellen Überblick über viele wichtige Siegel bekommst Du mit Hilfe des Internetportals Siegelklarheit (www.siegelklarheit.de). Dies ist eine Initiative der Bundesregierung, die folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Siegel helfen, die Umwelt zu schützen?
  • Welche Siegel helfen, soziale Zustände bei der Herstellung von Produkten zu verbessern?
  • Wie unterscheiden sich die Siegel voneinander?

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Regional ist nicht gleich Bio!

nachhaltige ernährung durch regional und bio als kombination Liebe Leserin, lieber Leser,

so mancher Verbraucher glaubt, er würde etwas Gutes für die Natur tun, wenn er Lebensmittel aus der Region kauft. Das Thema Regionalität wird kräftig von den großen Lebensmittelketten genutzt, die sogar eigene Handelsmarken auflegen, wie „Rewe Regional“ oder Lidl mit ein gutes Stück Heimat“.

In vielen Köpfen ist mittlerweile verankert: Regional = Bio

Doch das ist ein Irrglaube.  Ich zeige Dir, worauf es ankommt und welche Regionalsiegel Dir helfen können.

Die Art und Weise der Herstellung bzw. der Aufzucht ist entscheidend.

Falls der Bauer aus Deiner Region das Gemüse, die Kartoffeln und das Obst konventionell anbaut, verwendet er Pestizide und Kunstdünger. Auch das Tierwohl leidet bei der konventionellen Aufzucht. Was bringt es den Hühnern, Schweinen, Rindern etc.,  wenn sie zwar in meiner Region in NRW  aufgezogen werden, allerdings unter den Bedingungen der Massentierhaltung?

Regional bedeutet bei konventioneller Herstellung allenfalls, dass die Lebensmittel kürzere Transportwege hinter sich haben. Das spart aber nur CO2 Emissionen.

Übrigens ist der Begriff „Regional“ nicht gesetzlich geschützt. Jeder kann die Größe seiner Region nach Belieben definieren – und eigene Siegel erfinden.

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Der wahre Preis ist unsichtbar

preis zeigt oft nicht die umweltkosten und sozialkosten

Liebe Leserin, lieber Leser,

hier erfährst Du,

  • ob die Preisschilder der von uns täglich gekauften Waren die wahren Preise widerspiegeln
  • welche Kosten in der Preiskalkulation der Unternehmen fehlen und wer diese zu zahlen hat

Ich zeige Dir an einigen Beispielen, welche „unsichtbaren“ Kosten auf keinem Preisetikett zu finden sind.

Wer zahlt den wahren Preis?

Sofern bei der Herstellung eines Produktes Mensch und Natur ausgebeutet werden, zeigt das Preisetikett nicht den wahren Produktpreis. Dann fehlen die Kosten für soziale und ökologische Schäden, die Mensch und Natur bei konventioneller Herstellung erlitten haben. Dies sind beispielsweise

  • Gesundheitsschäden der Beschäftigten
  • fehlende existenzsichernde Löhne
  • Luftverschmutzungen
  • Wasser- und Bodenbelastungen

Würden also alle Umwelt- und Sozialkosten beim globalen Wertschöpfungsprozess eingerechnet, läge der wahre Preis der Produkte weitaus höher als der auf dem Preisschild gezeigte.

Aber Achtung! Ein hoher Preis ist kein Indikator für eine nachhaltige Herstellung! Eine 200 Euro Jeans kann auch umwelt- und sozialschädlich produziert worden sein, denn hochpreisige Markenprodukte werden häufig in der selben Textilfabrik gefertigt wie die Billigwaren. Nachfolgend zeige ich Dir anhand einiger Beispiele, welchen hohen Preis letztlich Mensch und Natur zahlen müssen.

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Meine CSR Blog-Letter: Tipps + Kicks für Leben im Einklang mit Mensch und Natur

csr expertise von nachhaltigkeitsberatung vohrmann csr consulting

CSR Expertise von Nachhaltigkeitsberatung Vohrmann CSR Consulting

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Du ein gutes Leben führen willst, immer mehr in Balance mit Mensch und Natur, dann bist Du hier richtig.

Viele Menschen spüren: Das Leben in der Welt gerät immer mehr in Schieflage. Soziale und ökologische Ungleichgewichte nehmen zu. Gefühle wie Hilflosigkeit, Resignation und Ohnmacht kommen hoch. Ich höre immer wieder: „Ich als Einzelner kann doch nichts tun.“ Doch Du hast mehr Macht als Du denkst!

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Wie Du beim Mineralwasserkauf Deine Umweltbilanz verbessern kannst

mit mehrwegverpackungen beim mineralwasser die ökobilanz verbessern

Beim Mineralwasserkauf mit der richtigen Verpackung die persönliche Umweltbilanz verbessern

Liebe Leserin, lieber Leser,

da wir in Deutschland gerne und viel Mineralwasser trinken, habe ich mich gefragt: Was macht die Verpackung für einen Unterschied? Einweg- oder Mehrwegsystem? Glas oder Plastik? Was ist besser für die Umwelt?

Hier erfährst Du,

  • welches Verpackungssystem in Deutschland die Nase vorne hat
  • wie der Handel durch die Unwissenheit der Konsumenten satte Extra-Gewinne mit Pfandschlupf macht
  • wie sich die Umweltbilanzen von Einwegflaschen und Mehrwegflaschen aus Plastik und Glas unterscheiden
  • mit welcher Verpackungslösung Du Deine Umweltbilanz verbesserst und wie das Online Tool „Brunnenfinder“ Dir dabei hilft
  • wieviele Luftballons voller CO2 Du laut Berechnung des „Klima-Orakels“ jährlich durch die Wahl der Flaschenverpackung vermeiden kannst

Die Deutschen tranken im Jahr 2017 im Schnitt 144 Liter Mineralwasser pro Person (1). Mein Konsum liegt deutlich höher, da ich mindestens einen Liter Mineralwasser am Tag trinke. Früher habe ich Wasser aus Einweg-Plastikflaschen gekauft, weil diese so schön leicht zu transportieren waren. Seitdem ich ein Ökokisten-Abo habe, lasse ich mir mein Mineralwasser in Mehrweg-Glasflaschen im Kasten nach Hause liefern. Ich wollte wissen: Konnte ich dadurch meine Umweltbilanz verbessern? Worauf kommt es an?

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