Green Deal in Gefahr? Corona spaltet die Wirtschaft

Leopoldina Prinzip der Nachhaltigkeit

Green Deal in Gefahr? Corona spaltet die Wirtschaft

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast Du schon vom Europäischen Green Deal gehört? Die gesamte europäische Wirtschaft soll nachhaltig werden. Aus meiner Sicht ist das ein großartiger Plan. Er wurde von der EU-Kommission am 11.12.2019 vorgestellt, also noch vor der Corona Pandemie. Mit diesem Konzept sollen bis 2050 in der EU die Treibhausgas-Emissionen auf Null reduziert werden. Europa soll als erster Kontinent klimaneutral werden.

Der Green Deal umfasst Maßnahmen in allen Wirtschaftsbereichen, wie Finanzierung, Energieversorgung, Verkehr, Handel, Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Das bisherige Ziel, die CO2-Emissionen der EU bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren, soll auf eine Reduktion um 50 bis 55 Prozent verschärft werden. Hierzu sollen die EU-Mitgliedsstaaten bis 2023 ihre Klimapläne entsprechend anpassen. 100 Milliarden Euro sollen zudem bei der Umstellung auf eine emissionsfreie Wirtschaft an besonders betroffene Länder fließen. Erste Gesetzesinitiativen zu einer höheren Bepreisung fossiler Energieträger sowie verschärften CO2-Grenzwerten sollen in 2020 folgen. (1)

Doch in der jetzigen Corona Krise zeigen Unternehmen völlig konträre Reaktionen. Ein Teil der Wirtschaft versteht die Corona Krise als Weckruf für eine nachhaltige Wirtschaft – und sagt „Ja“ zum Green Deal. Leider gibt es aber auch Unternehmen, die nun behaupten, sich den Green Deal mit strengen Klimaauflagen aufgrund von Corona nicht mehr leisten zu können.

Mir sträubten sich die Nackenhaare beim Lesen des tagesschau.de Artikels „Wirtschaft stellt Green Deal infrage“ vom 27.4.2020:

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Heute ist Earth Day – Wie Du am Tag der Erde mit der Natur kooperieren kannst

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Das ist mein Treedom Kakaobaum „Theo“, gepflanzt in Kamerun am 27.01.2020.

Heute ist Earth Day – Wie Du am Tag der Erde mit der Natur kooperieren kannst

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute am 22.4.2020 ist „Earth Day“. Wir dürfen unseren wunderbaren Planeten Erde würdigen und feiern. Seit 1990 wird der Tag der Erde weltweit von Millionen von Menschen auch als Umweltaktionstag genutzt. (1)

Ein Teil der Menschen feiert die Erde. Doch manche Menschen denken in Zeiten von Corona, dass uns die Natur feindlich gesinnt sei, uns sogar mit dem Corona-Virus bekämpfen will. Ich habe ein völlig anderes Bild von der Natur: Sie ist uns freundlich gesonnen, möchte mit uns kooperieren und in friedlicher Koexistenz bestehen.

Statt dessen ist die Natur weltweit schwer in Bedrängnis, durch zerstörerische Aktivitäten von Menschen. Die aufeinander abgestimmten natürlichen Ökosysteme der Erde geraten immer mehr aus der Balance.

Besonders der Artenschwund bei Tieren und Pflanzen ist immens und nimmt weiter zu. Der „Living Planet Index“ des World Wildlife Fund bezifferte durch Untersuchungen ausgewählter Populationen, dass die Artenvielfalt auf der Erde zwischen 1970 und 2010 um 52 Prozent gesunken ist. (2)

Wie können wir heute am Tag der Erde – und natürlich auch in der Zeit danach – mit der Natur kooperieren? Das geht ganz einfach. Du kannst – vom Schreibtisch aus – die Erde und ihre Artenvielfalt mit genial einfachen Aktionen unterstützen.

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Matthias Horx: „Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger – die Corona-Rückwärts-Prognose“

Matthias Horx: „Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger – die Corona-Rückwärts-Prognose“

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Welt legt gerade durch die Coronavirus-Pandemie eine heftige Vollbremsung hin – und schüttelt unser Privatleben, das Wirtschaftsleben, die Politik, einfach alle Lebensbereiche so richtig durch. Dabei ein offenes Herz und einen kühlen Kopf zu behalten ist eine große Herausforderung.

Was mir dabei hilft: Gute konstruktive Ideen aufzunehmen, die Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft geben –  wie die nachfolgenden Gedanken des renommierten Zukunftsforschers Matthias Horx. Als ich seinen Text „Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise ‚vorbei‘ ist“ las, wuchs in mir wieder die Zuversicht. Mir wurde klar, dass in dieser Krise gewaltige Chancen für uns als Menschheit und für unseren Planeten liegen.

Mache nun einen Zeitsprung in den Herbst 2020 – und blicke zurück. Du wirst Dich wundern!

„Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei“ ist. (Matthias Horx, 16.3.2020, www.horx.com/www.zukunftsinstitut.de)

„Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird” und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020

Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafé in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen.

Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona?
Oder sogar besser?
Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

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Neue Ideen für mehr Tierwohl – sind Politik, Wirtschaft und Verbraucher bereit für eine Revolution?

Tierwohl auf einem Bio-Hof

Bei einer Hofführung auf einem Bio-Hof kann Tierwohl hautnah erlebt werden.

Neue Ideen für mehr Tierwohl – sind Politik, Wirtschaft und Verbraucher bereit für eine Revolution?

Lieber Leserin, lieber Leser,

fast jeder von uns hat mittlerweile mitbekommen, dass die Lebensqualität für den Großteil der Nutztiere wie Rinder, Schweine oder Geflügel in der vorherrschenden konventionellen Haltungsform eher mit Tierqual als mit Tierwohl zu beschreiben ist.

Die Verbraucherkritik daran nimmt immer mehr zu. Politik und Wirtschaft reagieren – auch mit immer mehr Siegeln und Kennzeichnungen, die den Verbrauchern eine einfache und schnelle Bewertung der Tierwohl-Qualität ermöglichen sollen.

Ich nehme hier das für 2020 geplante staatliche Tierwohl-Label und die noch recht junge Kennzeichnung „Haltungsform“ der Lebensmittelketten genauer unter die Lupe.

Und ich stelle einen mutigen Plan vor, der das Ziel eines flächendeckend hohen Tierwohls durch einen radikalen Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland hat, und zeige, welche Kosten für jeden Verbraucher jährlich dafür anfallen würden.

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Ernährungsräte – so kannst Du in Deiner Region die Ernährungspolitik mitgestalten

Ernährungsräte auf dem Vormarsch

Bürger mischen in ihrer Region mit – durch 45 Ernährungsräte in ganz Deutschland. (Quelle der Karte: neu.ernaehrungsraete.org)

Ernährungsräte – so kannst Du in Deiner Region die Ernährungspolitik mitgestalten

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schön wäre es doch, wenn unsere tägliche Nahrung vorwiegend aus der Region käme, in der wir leben, und sie zugleich öko-fair produziert worden wäre. Und jeder Bürger, der will, könnte aktiv daran mitwirken? Ist das nur ein schöner Traum?

Die gute Nachricht: Dies ist bereits teilweise Realität geworden, durch eine großartige Einrichtung – dem Ernährungsrat. Diesen gibt es übrigens schon seit Jahrzehnten in der Welt. Der Erste wurde schon 1982 in den USA gegründet. (1)

Deutschland als Spätzünder bekam seine ersten Ernährungsräte erst 2016 in Berlin und Köln. Doch 2019 dann folgte eine Welle an Neugründungen, so dass mittlerweile über 45 Ernährungsräte und Gründungsinitiativen im gesamten Bundesgebiet aktiv sind. Weiterlesen